Denn sie wissen nicht was sie tun

Im Jahr 1991 sorgten kleine Figuren mit grünem Haar und blauen Anzug für helle Begeisterung. Die Lemmings marschierten im Einheitstrott über den Bildschirm und starben munter bei jeder Gelegenheit, die sich bot. Aufgabe des Spielers war, dies zu verhindern. Wobei die Lemminge selbst häufig kontraproduktiv waren.

Hilfe von außen

Der Ablauf eines Levels ist schnell erklärt: Aus einem Tor fallen die Lemminge auf die Welt und beginnen stur geradeaus zu laufen. Stoßen sie auf ein Hindernis drehen sie um, kommen sie an einen Abgrund stürzen sie hinab. Daher auch der Name, da die Tiere ja angeblich auch Massenmord an Klippen begehen. Der Spieler muss dafür sorgen, dass die Kleinen das andere Tor am Ende des Level erreichen. Dazu kann er verschiedenen Lemmingen Aufgaben erteilen, wie Treppen bauen, Mauern einreißen, Tunnel graben, andere blocken und sich selbst sprengen. Zum Wohle der Anderen. Manchmal ist es auch notwendig, die Wackelköpfen klettern zu lassen oder ihnen Fallschirme zu geben, damit sie nicht beim Aufprall zerschellen. Schaffen nicht genügend Lemminge den Weg zum nächsten Tor, muss das Level wiederholt werden. Ist man bei einem Level absolut ratlos oder hat sich verbaut kann man mit einem Klick alle Lemminge zum Selbstmord zwingen. Die winzigen Blutanimationen sind hierbei ein Grund zum Lachen und fernab jeder Realität und jedes Horrorfilms. Das ist einer der Gründe, wieso das Spiel noch heute viele Fans hat, obwohl es kommerziell schon lange nicht mehr erfolgreich ist.

Aus einem Streit wird ein Klassiker

Die winzige Animation ist dem Wettkampf zwischen Kollegen zu verdanken, die sich um das BitFormat von Spielfiguren kabelten. Sie arbeiteten als Entwickler bei DMA Designm, die kurze Zeit später das Spiel auf den Markt brachten.